Złotów (dt. Flatow)

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ZŁOTÓW (dt. Flatow)

Kreisstadt auf der Seenplatte Pojezierze Krajeńskie am Fluss Głomia, ca. 34 km nordöstlich von Piła. Złotów liegt in der Nähe von fünf postglazialen Seen. Die Region Złotów (Ziemia Złotowska) wird als Grenzgebiet zwischen Wielkopolska und Pommern bezeichnet.

Geschichte

Die Geschichte von Złotów ist wesentlich älter, aber als Entstehungsdatum wird ein Eintrag in der Chronik von Janko von Czarnków erwähnt. Dieser besagt, dass König Kasimir der Große (1310–1370) seinem Enkel Kaźko von Słupsk im Jahre 1370 die Stadt Wielatów vererbte. Seit Mitte des 16. Jahrhunderts ist der heutige Name Złotów bekannt.  

1657 wurde die Stadt infolge der Haltung des Eigentümers Andrzej Karol Grudziński zerstört. Anfänglich auf die Seite der Schweden übergetreten, änderte er seine Meinung und nahm den Kampf gegen den protestantischen Aggressoren auf. Als Rache ließen die Schweden die Stadt in Rauch und Flammen aufgehen. Ende des 17. Jahrhunderts war die Stadt im Verfall begriffen, schwer geprüft durch Brände, Epidemien, durchmarschierende Armeen und beschwerlichen Kontributionen.  

Seit der ersten Teilung Polens 1772 wurde die Stadt von Preußen eingenommen. Sie verblieb auch nach dem Ersten Weltkrieg (1914–1918) in den Grenzen Deutschlands. Im 19. und 20. Jahrhundert wirkten hier zahlreiche kulturelle und religiöse Vereine sowie Wirtschaftsorganisationen zur Förderung und zum Erhalt des Polentums in diesen Gebieten. Nach schweren Kämpfen wurde Złotów am 30. Januar 1945 durch die Soldaten der 1. Armee der Polnischen Streitkräfte aus der 4. Infanteriedivision „Jan Kiliński” befreit. 

Zurzeit ist Złotów ein Dienstleistungs- und Industriezentrum. 

Sehenswürdigkeiten

In der Mitte des Kościuszki-Platzes befindet sich die klassizistische ehemalige evangelische Kirche des hl. Stanislaus Kostka aus den Jahren 1829–30, die von Karl Friedrich Schinkel entworfen wurde. 

Nördlich des Platzes finden wir die frühbarocke Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt, die in den Jahren 1661–1664 aus einer Stiftung des oben erwähnten Andrzej Karol Grudziński gebaut wurde. 

In dem Fachwerkhaus in der Wojska-Polskiego-Straße 2a aus dem 18. Jahrhundert ist das Museum der Region Złotów untergebracht. 

In Złotów befindet sich das einzige, 1957 enthüllte Denkmal des Piasten Kołodziej (des legendären Stammvaters der Piastendynastie) in Polen.  

Die schöne Landschaft und Natur von Złotów und Umgebung sind dem Fremdenverkehr förderlich, dazu kommt eine gut ausgebaute Hotel- und Gastronomiebasis.

 

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