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Die Kirche der hl. Peter und Paul in Kruszwica (Kruschwitz)

Kapitel: Architektur
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KRUSZWICA (Kruschwitz)

Stadt in der Woiwodschaft Kujawien-Pommern im Kreis Inowrocław, ca. 16 km südöstlich von Inowrocław. Wichtiger Punkt auf dem Piastenweg.

Am Nordende des Gopło-Sees, an dessen Ostufer, steht das wertvollste Denkmal von Kruszwica – die romanische Stiftskirche St. Peter und Paul. Sie entstand in den Jahren 1120–1140, als sich bei dieser Kirche ein Bischofssitz befand. Während der Restaurierungsarbeiten in den Jahren 1954–1956 wurde das Gebäude von späteren Spuren befreit und so weit wie möglich in den romanischen Ursprungszustand zurückversetzt. Papst Paul VI. erhob die Stiftskirche von Kruszwica in den Rang einer Basilica minor. 

Das Gotteshaus wurde aus Granit- und Sandsteinquadern errichtet. Es ist ein geosteter dreischiffiger Basilikabau mit einem Querhaus – Transept. Drei romanische Portale schmücken die Südwand der Kirche. Eins davon – in der Südwand – besitzt ein Tympanon mit flachreliefiertem Kreuz. An den Außenmauern der Kirche befinden sich romanischen Gravuren von ungeklärter Provenienz. In der Südwand des Turms prangt das Zeichen des  Hakenkreuzes – der Swastika. Die Kirchenschiffe und das Presbyterium sind mit einer flachen Stahlbetondecke gedeckt. Sie wurde mit Holz verkleidet, das die Decke aus dem ersten Gotteshaus imitiert. Einst waren die Wände der Kirche mit polychromen Malereien bedeckt. Der Fußboden bestand aus farbig glasierten Keramikfliesen. In der Hauptapsis befinden sich ein Mosaikfenster aus dem Jahre 1970 und die Kopie eines romanischen Altars (1980).

In den Seitenapsiden befinden sich Gemälde aus dem 17. Jahrhundert. Sie stellen die Madonna von Tschenstochau (Częstochowa) und das hl. Kreuz dar. Auf dem Balken ist eine spätgotische Kreuzigungsgruppe aus dem beginnenden 16. Jahrhundert platziert. Im Querhaus steht von Norden her ein romanisches Weihwasserbecken mit einem neuen Kupferdeckel. Beim Portal wurde ein romanisches Weihwasserbecken in die Wand eingemauert. Auf seinem Rand sind kleine Kreuze eingemeißelt. Von der Barockausstattung der Kirche aus dem 18. Jahrhundert sind intarsierte Beichtstühle und Bänke erhalten geblieben. Im Hauptschiff hängen zwei prächtige Kronleuchter, ein 16-armiger aus Messing  aus dem Jahre 1643 und ein 20-armiger vergoldeter, der der Stiftskirche 1929 gestiftet wurde. Zahlreiche Gemälde und andere Kunstwerke aus der Stiftskirche von Kruszwica sind im Erzbischöflichen Museum in Gniezno deponiert.

Auf dem die Kirche von drei Seiten umgebenden Friedhof befinden sich viele interessante Figuren, Denkmäler und Grabplatten. Beachtenswert sind u.a. die barocken Figuren des hl. Johannes Nepomuk und des hl. Laurentius aus der Zeit um 1770 sowie das Denkmal der Aufständischen von Wielkopolska 1918–19.

Adresse: 

ul. Kolegiacka 26 
88-150 Kruszwica 

Tel. +48 52 351 60 40

 

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