Zamoyski Władysław (1853-1924)

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Er wurde 1853 in Paris geboren. Er absolvierte in Paris das Lycée Charlemagne und die Ecole Polytechnique. In den Jahren 1879-1881 unternahm er eine Reise nach Australien und Ozeanien und brachte zahlreiche ethnographische und mineralogische Exponate mit (zurzeit in den Sammlungen des Schlosses Kórnik).

1881 kam er nach Kórnik, um die ihm von seinem Onkel Jan Działyński testamentarisch vermachten Güter zu übernehmen. 

Wegen seines Einsatzes zur Verteidigung des polnischen Eigentums wurde er von den Preußen aus Wielkopolska ausgewiesen und hielt sich von da an in Galizien auf. 1889 kaufte er die Güter Zakopane auf, um die Tatra-Wälder zu retten. 1902 gewann er den Prozess gegen die ungarische Seite um die Erlangung des Bergsees Meerauge (Morskie Oko) und dessen Umgebung. 

Dank seiner Bemühungen und der von Dr. Andrzej Chramiec wurden die Eisenbahnstrecke Chabówka-Zakopane und die Straße zum See Meerauge (Morskie Oko) gebaut. Die ganze Zeit über stand er mit den Zentren der Emigranten in Verbindung und informierte die europäische Öffentlichkeit über das Vorgehen der Preußen in Wielkopolska. In der Zeit des Ersten Weltkriegs hielt er sich in Frankreich auf und arbeitet u.a. mit dem Polnischen Nationalkomitee zusammen. 

1920 kehrte er nach Polen zurück und übergab sein gesamtes Vermögen zusammen mit der Bibliothek dem polnischen Volk und gründete die Stiftung „Zakłady Kórnickie”. Er starb 1924 in Kórnik, beigesetzt wurde er im Kellergeschoss der dortigen Kirche.

 

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