Das Rathaus in Leszno (Lissa)

Kapitel: Architektur
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LESZNO (Lissa)

Kreisstadt ca. 80 km südlich von Poznań, an der Straße nach Wrocław.

Das schönste Andenken an das goldene Zeitalter von Leszno aus den Zeiten der Familie Leszczyński und von Johann Amos Comenius ist das 1639 erbaute Rathaus. Über dem massiven Körper ragt ein hoher Turm mit einem zweigeschossigen Turmhelm empor, dessen krönenden Abschluss der Adler, das Wappen Polens, und das Stadtwappen sowie folgende Daten bilden: 1547 (Gründung von Leszno), 1920 (Rückkehr der Stadt in die Grenzen der Republik Polen), 1931 (Anbringen des Adlers auf dem Rathausturm). 2002 wurde auf dem Turm ein Spielwerk angebracht, ein Geschenk der Partnerstadt Duerne in Holland.

Die heutige barock-klassizistische Gestalt erhielt das Rathaus bei Umbauten infolge von Bränden in den Jahren: 1656 (Marcin Woide), nach 1707 (Giovanni Catenazzi und Pompeo Ferrari), nach 1767 (Domeniko Merlini). Nach dem letzten Großbrand in Leszno 1790 wurde das Rathaus wieder aufgebaut, ohne dass Änderungen an seiner Architektur vorgenommen wurden. Die letze komplexe Renovierung wurde in den neunziger Jahren des 20. Jahrhunderts durchgeführt.

Das älteste Detail der Fassadendekoration ist das Flachrelief über dem Haupteingang, das die Personifizierung von Recht und Gerechtigkeit darstellt, darunter das Wappen der Familie Leszczyński sowie das Stadtwappen. Darüber die Wappen von Aleksander Józef Sułkowski und seiner ersten Frau Anna Stein zu Jettingen.

Im Hochparterre sind Repräsentationsräume untergebracht, weiter oben der Ausstellungssaal des Städtischen Büros für Kunstausstellungen, im stilvollen Erdgeschoss des Rathauses befindet sich ein Café.