Buk

Kapitel: Geschichte
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BUK

Eine Stadt auf der Posener Seenplatte (Pojezierze Poznańskie), ca. 30 km westlich von Posen. Nach einer Legende stammt der Name der einstigen Burg von dem Ort, an dem Herzog Mieszko I . 992  bei einer Jagd auf Wisente starb.

Den Namen Buk und die einstige Lage mitten unter vielen Buchenwäldern spiegelt das heutige Stadtwappen wider: Ein Baum mit drei Blättern und drei Wurzeln.

Geschichte

Die Stadtrechte wurden Buk 1289 von Herzog Przemysł II. verliehen. Im 15. und 16. Jh. erfolgte eine bedeutende wirtschaftliche Entwicklung der Stadt. Buk zählte damals zu den bedeutendsten Städten Großpolens. Das 17. und 18. Jahrhundert führten durch die Kriege gegen die Schweden und die Epidemien, die 1710 und 1733 die Bevölkerung dezimierten, zum Verlust der Bedeutung und zur Verlangsamung der Entwicklung.

Nach der zweiten Teilung Polens im Jahre 1793 wurde Buk integraler Bestandteil des Königreichs Preußen. Kurze Zeit befand es sich nach der Bildung des Herzogtums Warschau (1807-1815) unter polnischer Herrschaft. Dann wurde es erneut durch die preußische Verwaltung übernommen. Die Befreiung erfolgte dank der siegreichen Erhebung der Großpolen an der Wende der Jahre 1918 und 1919. Im Jahre 1939 begann die deutsche Besatzung mit der Vernichtung des Denkmals der großpolnischen Aufständischen und der Säule des heiligen Bischofs Stanisław – des Schutzpatrons der örtlichen Pfarrkirche. Nach der Befreiung im Januar 1945 gewann die Stadt nach und nach wieder an Bedeutung, die Bevölkerungszahl stieg um nahezu 60%.

Sehenswürdigkeiten

Erhalten geblieben ist die Anlage des mittelalterlichen Marktes. Am Berührungspunkt der Poznańska- und der Ratuszowa-Str. befindet sich das Rathaus vom Ende des 19. Jh., in dem verschiedene Stilepochen verarbeitet sind. An der Mury-Str. steht die restaurierte neuromanische Synagoge aus dem Jahr 1893. Sehenswert ist ebenfalls die in den Jahren 1838–1846 errichtete Pfarrkirche des hl. Bischofs Stanisław, deren Erbauer der bekannte Vertreter des Klassizismus, Architekt Karl Friedrich Schinkel (1781–1841) war. Diese Hallenkirche besteht aus drei Schiffen und verfügt über einen viersäuligen ionischen Portikus. An der Bohaterów Bukowskich-Str. befindet sich die Heiligkreuzkirche aus dem Jahr 1760, die als Perle der barocken Holzarchitektur erachtet wird. Ein interessantes Objekt ist auch die ehemalige evangelische Kirche aus der ersten Hälfte des 19. Jh. Sie wurde zum Kino umgebaut. Im Gebäude befindet sich auch die Heimatliche Museumskammer von Buk.

 

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