Ostrzeszów (Schildberg)

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OSTRZESZÓW (Schildberg)

Kreisstadt auf den Anhöhen von Ostrzeszów (Wzgórza Ostrzeszowskie),ca. 53 km südlich von Kalisz. 10 km westlich von Ostrzeszów befindet sich die höchste Erhebung von Wielkopolska – der 284 m ü.d.M. liegende Berg Kobyla Góra.

Geschichte

Ostrzeszów erhielt das Stadtrecht im 13. Jahrhundert und war Königsstadt. Unter Kasimir dem Großen (1310–1370) wurde die Stadt befestigt und ein Schloss sowie Wehrmauern errichtet. Im 16. Jahrhundert belebten sich hier Handwerk und Handel. Der schwedische Überfall im 17. Jahrhundert  bremste den Aufschwung der Stadt, die zerstört wurde und sich bis zum 19. Jahrhundert praktisch nicht mehr entwickelte.

Nach der zweiten Teilung Polens 1793 wurde die Stadt dem Territorium Preußens einverleibt. In den Jahren 1807–1815 befand sie sich in den Grenzen des Herzogtums Warschau. Nach der Niederlage Napoleons wurde sie wieder von dem westlichen Nachbarn annektiert und fungierte unter dem deutschen Namen Schildberg. Im 19. Jahrhundert überwand die Stadt die Stagnation dank der Entwicklung der Industrie. Zum Mutterland kehrte die Stadt im Januar 1919 zurück. 

In den Jahren der Naziokkupation 1939–1945 gingen 125.000 Menschen verschiedener Nationalitäten durch die Kriegsgefangenenlager in Ostrzeszów. Sowjetische Soldaten befreiten die Stadt am 21. Januar 1945. Diesen Tag erlebten 14 zufällig aufgegriffene und am 20. Januar 1945 erschossene Polen nicht mehr. Dieser Tag blieb im Gedächtnis der Einwohner von Ostrzeszów als „Blutsamstag” haften.

Zurzeit ist Ostrzeszów ein Industrie- und Dienstleistungszentrum. 

Sehenswürdigkeiten

Mitten auf dem Markt steht das Rathaus aus dem Jahre 1840, in dem sich zurzeit das Regionalmuseum befindet. An der Wand des Gebäudes befindet sich eine Gedenktafel zur Erinnerung an die mit dem „Blutsamstag“ verbundenen Ereignisse. 

Östlich des Marktes steht die gotische Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt aus dem 15. Jahrhundert.

Nordwestlich des Marktes stehen die Ruinen des gotischen Schlosses aus der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts. Der gut erhaltene 24 m hohe Turm ist eine Attraktion für Touristen. Ein weiteres Denkmal von Ostrzeszów ist das Bernhardinerkloster mit der Kirche des hl. Erzengels Michael aus den Jahren 1680–1740.

Östlich des Zentrums steht die Holzkirche St. Nikolaus aus dem Jahre 1758. Ein quadratischer Turm ziert das schindelgedeckte Gotteshaus.  

Mehr: 

www.ostrzeszow.pl/asp/de_start.asp?typ=14&menu=150&strona=1

 

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