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Die Kirche des hl. Nikolaus in Gąsawa

Kapitel: Architektur
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GĄSAWA

Ein kleiner Ort in der Region Pałuki in der Woiwodschaft Kujawien-Pommern , ca. 10 km südlich von Żnin. 

Die erste Erwähnung von Gąsawa stammt aus dem Jahre 1136. Mehr als 500 Jahre lang (1388-1934) hatte Gąsawa den Status einer Stadt inne. 1227 fand hier eine Zusammenkunft der Piastenherzöge statt, die durch den Überfall Sventopluks brutal unterbrochen wurde. Dabei kam Leszek der Weiße ums Leben. 1600 wurde auch die Lubrański-Akademie hierher verlegt, während die Pest in Poznań wütete. 

Ein Objekt, das gegenwärtig die Aufmerksamkeit der den Piastenweg entlang wandernden Touristen auf sich zieht, ist die hölzerne St.-Nikolaus-Kirche. 

Berichte über die erste Parochie in Gąsawa stammen aus dem Jahre 1357. Die erwähnte Kirche wurde in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts errichtet. Es ist ein einschiffiger geosteter Blockbau, der auf interessante Weise mit einem Skelettbau verbunden ist. Diese Verbindung ist durch die Renovierung an der Wende vom 17. zum 18. Jahrhundert entstanden, als dem Gotteshaus der Einsturz drohte. Damals wurde um die Holzblockwand eine zusätzliche Skelettkonstruktion angebracht, die das Gewicht des Dachs auffing. Das ist ein interessantes Detail, das unter den europäischen bautechnischen Lösungen nicht Seinesgleichen hat. Im 18. Jahrhundert wurde eine Vorhalle in Skelettbauweise angebaut, 1817 folgte die gemauerte Grabkapelle der Familie Zdebiński. 

Während der letzten Renovierung in den Jahren 1998-99 wurden polychrome Malereien aus dem beginnenden 18. Jahrhundert entdeckt. 

Die polychromen Malereien stellen Szenen aus dem Leben des hl. Nikolaus und des hl. Agustin dar. Angefertigt wurden sie von einem hervorragenden unbekannten Künstler. Ebenso wertvoll ist das Interieur der Kirche. Aus dem früheren Gotteshaus stammt die Kreuzigungsgruppe aus dem 16. Jahrhundert auf dem Bogenbalken. Hingewiesen sei auch auf das manieristische Taufbecken, das aus der Dominikanerkirche in Żnin hierher gebracht wurde. Im Hochaltar befindet sich das Gnadenbild der Trostreichen Mutter Gottes. Es bewirkte, dass die Kirche in Gąsawa als Sanktuarium anerkannt wurde.  

Auf dem Kirchengelände befindet sich auch ein hölzerner Glockenturm, der an der Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert gebaut wurde. 

Adresse:

ul. Żnińska 1 
88-410 Gąsawa 

Tel. +48 52 302 50 30

 

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