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Die Kirche Mariä Heimsuchung der Patres Franziskaner in Koło

Kapitel: Architektur
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KOŁO

Kreisstadt an der Warta, etwa 120 km östlich von Poznań an der Straße nach Warschau. 

Die Bernhardiner wurden 1466 durch Hincza von Rogów, den Starosten von Koło in die Stadt geholt. Dank der Bestrebungen der Herzogin von Sochaczew Anna, die zu dieser Zeit auf der Burg Koło residierte, wurde der Bau von Kloster und Kirche bis 1482 abgeschlossen. In den Jahren 1754-64 wurde das Kloster grundlegend umgebaut; etwas später – in den Jahren 1773-83 – wurde die Kirche bis auf die Grundmauern abgerissen und wieder neu aufgebaut.

Im Rahmen der Repressionen nach dem Januaraufstand (1863) zählten die zaristischen Behörden das Kloster zu den so genannten „Etatklöstern“. Nach Koło wurden die Bernhardinermönche aus den aufgelösten Klöstern im russischen Teilungsgebiet verlegt. Das Kloster sollte bis zum Tod des letzten Ordensbruders bestehen, schloss jedoch seine Pforten nicht, da der letzte überlebende Bernhardiner noch die polnische Unabhängigkeit im Jahre 1918 erlebte. Während des 2. Weltkrieges diente die Kirche den Deutschen als Möbellager und Autoreparaturwerkstatt, im Kloster wurden Quartiere für die deutsche Militärpolizei und Beamte eingerichtet. Die Kirche und die Klostergebäude wurden 1945 schwer in Mitleidenschaft gezogen, doch kehrten die Mönche bereits am Anfang dieses Jahres in ihr Zuhause zurück. 

Das Kloster gehört der Franziskanerprovinz der unbefleckten Empfängnis Mariens in Krakau an, die sich auf die Tradition des Bernhardinerordens beruft. 

Die spätbarocke Kirche Mariä Heimsuchung ist ein dreischiffiges Hallengebäude. An den Seiten der Fassade ragen zwei Türme empor, die mit Helmen mit Lichtöffnungen gekrönt sind. 

Das Kloster, im Gebälk gotisch, erhielt seine heutige barocke Form während des Umbaus im 18. Jahrhundert. Das vierflügelige Gebäude mit einem zentralen Innenhof schließt sich von Westen an die Kirche an.

ul. Klasztorna 1 

62-600 Koło 

Tel. +48 (0)63 272 05 16 

 

 


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