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Das Schloss in Antonin

Kapitel: Architektur
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ANTONIN

Ort im Kreis Ostrów, ca. 16 km südlich von Ostrów Wielkopolski.

Eigentum des Fürsten Antoni Radziwiłł (1775-1833), verheiratet mit der preußischen Prinzessin Luise von Hohenzollern, der Nichte des Königs Friedrich II. Der Fürst, Statthalter des Großherzogtums Posen, residierte im ehemaligen Jesuitenkolleg in Poznań. Den Sommer und den Herbst verbrachte er in dem in den Jahren 1821-1826 errichteten Jagdschlösschen im Ort Szperek, das von seinem Vornamen abgeleitet Antonin genannt wurde. Das war das Zentrum der Güter, die der Familie Radziwiłł seit dem 18. Jahrhundert gehörten.

Den Adelssitz projektierte der deutsche Architekt Karl Friedrich Schinkel, der an die Jagdschlösser aus dem 17. Jahrhundert anknüpfte. Das ist sein einziges umgesetztes Avantgarde-Werk. Das Palais wurde auf dem Grundriss eines griechischen Kreuzes errichtet. Der Bau besteht aus geometrische Figuren nutzenden Modulen. An den achtseitigen, viergeschossigen Zentralteil, der mit einem Zeltdach bedeckt ist, grenzen von vier Seiten her dreigeschossige Flügel mit Satteldächern.
Im Interieur ein mächtiger, achtseitiger Schornstein, der die mit polychromer Malerei bedeckte Decke stützt und somit der Konstruktion dient. Um die Vorhalle verlaufen zweigeschossige Galerien, welche die in den Flügeln verteilten Wohnappartements verbinden. Hirsch- und Elchköpfe mit Geweihen sowie zwei Kamine zieren die Wände des Schornsteins.
Das zentrale Interieur ist Ausdruck der demokratischen Ansichten des Fürsten. Am Kamin konnten sich nach den gleichen Prinzipien 24 Gäste aufhalten. Jeder bewohnte ein Appartement mit gleichartigem Standard. Die Appartements bestanden aus einem Vorraum, einem kleinen Salon und einem Schlafzimmer. Schinkel projektierte auch Klappbetten für das Dienstpersonal.

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Kommentare (1)

HAUkjtITaja 2011-08-16 | 09:20

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