Der Lednica-Landschaftspark

Kapitel: Natur
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Der  Lednica-Landschaftspark ist 1988 entstanden, derzeit umfasst er 76,5 km2. Hier befinden sich Naturobjekte und Objekte mit Denkmalswert. Ziel des Parks ist es, die Landschaft um den Lednica-See, die Wiege des polnischen Staates, zu schützen. Man stößt hier auf zahlreiche Spuren der ehemaligen Besiedlung. Auf der Insel Ostrów Lednicki sind Reste des Sitzes des Herzogs Mieszko I., des ersten historischen Herrschers Polens, erhalten geblieben. Ein einmaliger Fund sind die auf dem Grund des Sees ruhenden Überreste zweier Holzbrücken. Diese Brücken, die 440 m lange westliche und die 170 m lange östliche Brücke, verbanden im Mittelalter die Insel mit dem Festland.

Das Territorium des Lednica-Landschaftsparks weist die typischen Merkmale einer postglazialen Landschaft auf, die vom Inlandeis während der letzten Vergletscherung geformt wurde. Das Relief ist durch einen welligen Landrücken sowie eine anmutige Rinne mit dem Lednica-See geprägt. Die Spezifik dieses Parks ist die Agrarlandschaft, in der Äcker überwiegen, denn die intensive Besiedlung hatte bereits im Frühmittelalter zur Entwaldung dieses Gebiets geführt. Kleine Waldgebiete sind lediglich auf einem nicht sehr großen Terrain (knapp 10% der Parkfläche) im nördlichen Teil des Parks erhalten geblieben, wo das Geländerelief abwechslungsreicher ist. Hier wurde ein 7 km langer  Naturweg abgesteckt, der vom Nordende des Lednica-Sees durch Wälder und an Seeufern entlang führt.

Auf dem Gelände des Dorfes Dziekanowice am Ostufer des Sees, befindet sich der Wielkopolski-Ethnographische Park, in dem viele Objekte der ländlichen Holzbauweise aus dem 18. Und 19. Jahhrundert aus ganz Wielkopolska zusammen getragen wurden. An der Stelle, an der eine Fähre den See zur Insel überquert, wurde das sog. Kleine Freilichtmuseum (Mały Skansen) eingerichtet, ethnographische Objekte befinden sich auch im Dorf Rybitwy. Bei  Imiołki auf der nordwestlichen Seite des Lednica-Sees entsteht ein dominikanisches Seelsorgezentrum, wo seit 2006 Jugendbegegnungen stattfinden, an denen ca. 100.000 Personen teilnehmen. 

 

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