Karte

Galerie

Die Burg in Giecz

Kapitel: Touristik
Kommentare: 0

 

GIECZ

Dorf im Kreis Środa am Fluss Moskawa, ca. 12 km nordöstlich von Środa Wielkopolska. Wichtiger Punkt auf dem Piastenweg

Die Burg in Giecz

Der Beginn des Siedlungswesens auf diesem Gebiet wird auf das 9. Jahrhundert datiert. Im 10. Jahrhundert entstand eine Siedlungsanlage, die die an der Kreuzung von Handelswegen gelegene Burg und einige Siedlungen umfasste. In der Unterburg befand sich eine Handelssiedlung mit einer Kirche. Vermutlich in den achtziger Jahren des 10. Jahrhunderts begann man hier eine Palastanlage aus Stein zu bauen, doch aus nicht bekannten Gründen wurde der Bau nach der Verlegung der steinernen Fundamente abgebrochen. 

Die Burg Giecz bestand als eine der bedeutendsten im damaligen polnischen Staat bis 1038, als sie während des Überfalls Břetislavs I. zerstört wurde. 

In der zweiten Hälfte des 11. Jahrhunderts wurde die Burg wieder aufgebaut und vergrößert. Der Überfall der Kreuzritter 1331, weitere Kriege und schließlich die Entstehung von Städten und Änderungen im Verlauf der Handelsstraßen führten zum endgültigen Verfall der Burg. 

1948 wurden in Giecz systematische archäologische Forschungen begonnen. 1963 wurde hier ein archäologisches Reservat gegründet und eine Dauerausstellung der auf dem Burggelände entdeckten Denkmäler eingerichtet. Im Südteil des Dorfes befindet sich der Burgwall, eine ovale Holz-Erd-Konstruktion, die stellenweise 

9 m hoch und an der Basis 25 m dick ist. Innerhalb der ehemaligen Burg steht die hölzerne Kirche des hl. Johannes  des Täufers, die nach dem Brand 1767 wieder aufgebaut und mehrmals restauriert wurde.  

Im Dorf in der ehemaligen Unterburg steht die romanische St.-Nikolaus-Kirche aus dem 12. Jahrhundert. Die 110 cm dicke Mauer wurde mit Granitstein und an den Ecken mit Sandstein verkleidet. Auf dem Gestein sind Schleifspuren und zahlreiche Einschnitte mit einem harten, scharfen Werkzeug zu sehen. Im Innern befinden sich ein romanisches Weihwasserbecken aus Sandstein und eine spätgotische hölzerne Figur der Madonna mit dem Kind.  

Auf dem Friedhof an der Kirche befindet sich das Grab des namhaften Architekten Stanisław Hebanowski (1820–1898), von dem u.a. das Polnische Theater in Poznań, die Palais in Tarce und in Posadowo stammen.

Adresse: 

Rezerwat Archeologiczny - Gród Piastowski w Gieczu 
Grodziszczko 2
63-012 Dominowo 

Tel. +48 61 285 92 22

 

Kommentare (0)

Kommentar hinzufügen

Zur Kenntnisnahme der Redaktion (wird nicht veröffentlicht)