Die Legende über die Ziegenböcke von Poznań

Die Legende über die Ziegenböcke von Poznań

POZNAŃ

Stadt an der Warta. Hauptstadt von Wielkopolska, der Woiwodschaft Wielkopolska und des Erzbistums Poznań.

Als das Rathaus nach dem großen Brand der Stadt wiederaufgebaut wurde, beschloss man, am Turm eine Turmuhr anzubringen. Man beschloss weiterhin, dieses Ereignis mit einem rauschenden Festmahl zu feiern, zu dem wichtige Persönlichkeiten geladen wurden. Das Hauptgericht sollte ein Rehkeulenbraten sein, den der kleine Küchenjunge Pietrek zubereiten sollte. In dieser Zeit passierten auf dem Markt jedoch so viele interessante Dinge, dass der Küchenjunge beschloss, den Braten für einen Moment sich selbst zu überlassen und wenigstens ein paar Attraktionen auf dem Markt in Poznań zu erhaschen. Leider zog sich seine Abwesenheit über die Maßen hin, der Braten fiel ins Feuer und verkohlte. Der erschrockene Junge rannte auf die nahe gelegene Wiese, wo die Einwohner der Stadt ihre Tiere weideten, packte zwei Ziegenböcke und zerrte sie mit Gewalt in die Rathausküche.

Die Ziegenböcke, die ihr nahendes Ende fühlten, rissen sich von dem Jungen los und flohen auf den Turm. Dort begannen sie sich vor den Augen der versammelten Menge mit den Hörnern zu stoßen. Der Anblick der Ziegenböcke amüsierte den Bürgermeister, den Woiwoden und alle Gäste so sehr, dass sie Pietrek seine Schuld vergaben und den Uhrmachermeister beauftragten, einen speziellen Mechanismus zu bauen, der jeden Tag die Ziegenböcke in der Uhr in Bewegung versetzen würde. Seit jener Zeit erscheinen täglich genau um die Mittagszeit, wenn der Trompeter das Turmlied bläst, zwei einander mit den Hörnern stoßende Ziegenböcke vor der versammelten Menge.

 

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